24. August 2013: VARIATIONEN A 4

VARIATIONEN A 4

Internationaler Orgelsommer 2013
Katrin und Ralf Bibiella, Orgel


Vierhändig und vierfüßig zeigt das Ehepaar, dass die Orgel ein ganzes Symphonieorchester ersetzen kann: es erklingen Max Regers "Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart" (op. 132) sowie die bekannte g-Moll-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Künstler

Katrin und Ralf Bibiella

Katrin und Ralf Bibiella

Katrin Bibiella
geboren in Weimar. Ausbildung zur Kirchenmusikerin und Konzertorganistin an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Zweitstudium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte in Bielefeld und Mainz. Promotion über die Dichter Peter Huchel und René Char (Bilder für eine Ästhetik der Gegenschöpfung, St Augustin bei Bonn 2003). Zudem künstlerisches Zusatzstudium als Meisterschülerin im Fach Orgel an der Hochschule für Künste in Bremen (Abschluss mit Auszeichnung).
Seit 1990 ist Katrin Bibiella als Kirchenmusikerin tätig. Sie arbeitet mit Chören und gibt Musikkurse für Kinder, auch mit interdisziplinärer Ausrichtung (Kinderoper, Orgelmusik und Künstlerisches Gestalten). Als Organistin gastierte sie in ganz Deutschland und im europäischen Ausland. In ihrem Repertoire setzt sie mit J. S. Bach, der deutschen und der französischen Orgelromantik und Messiaen besondere Schwerpunkte. Zusammen mit ihrem Mann hat sie symphonische Orchesterwerke für Orgelduo erarbeitet (u.a. im Jahr 2009 die 9. Symphonie von Gustav Mahler für die neue symphonische Woehl-Orgel in Oppenheim). CD- und Rundfunktaufnahmen liegen vor.
Katrin Bibiella schreibt Texte (Lyrik und aphoristische Prosa, Veröffentlichungen seit 2003) und hält Vorträge zu literaturwissenschaftlich-philosophischen Themen. In Zusammenarbeit mit der Lenz-Stiftung in Mainz leitet sie seit 2005 das Projekt Das vergessene Wort. Vom Reichtum der deutschen Sprache an Gymnasien in Deutschland (publizierte Dokumentationen I-VI). Seit 2008 gibt sie Kurse zum Thema Poetisches Schreiben Was Sprache ist mit der Grundidee, Sprache als Quelle menschlicher Selbstfindung zu vermitteln. 2013 schloss sie ein umfangreiches Forschungsprojekt zur Sprachkultur im deutschsprachigen Brief ab, dessen Publikation unter dem Titel "Ausatmen der Seele im Brief". Eine Geschichte der schriftlichen Dialogkultur in Vorbereitung ist.

Ralf Bibiella
studierte Kirchenmusik und Dirigieren in Herford, Detmold und Bremen (A-Examen, Konzertdiplom im Fach Orgel; Abschluss mit Auszeichnung). Prägende Lehrer waren dabei Jörg-Neidhardt Keller, Gerhard Weinberger, Renate Zimmermann, Harald Vogel und Hans-Ola Ericsson. Seit 1992 ist Ralf Bibiella Kantor und Organist an der Oppenheimer Katharinenkirche, seit 2003 zudem Propsteikantor für Rheinhessen.
Dort hat Bibiella eine Kirchenmusik mit internationaler Ausstrahlung aufgebaut. Davon legen die Aufführungen großer chor- und orchestersinfonischer Werke Zeugnis ab, unter anderem die Passionen und die H-Moll-Messe von J.S. Bach, die Requien von Brahms, Dvorák und Verdi, Stravinskys Psalmensinfonie. Besondere Liebe gilt der differenzierten klanglichen Erarbeitung des a-cappella Repertoires.
Seit der Einweihung der Woehl-Orgel im Jahr 2006 gastieren im Rahmen der Konzertreihe an St. Katharinen international renommierte Organisten und Ensembles. Mit Orgelmeisterkursen, Festwochen, regelmäßigen Einführungsvorträgen und Ausstellungen bildender Künstler hat sich unter der künstlerischen Gesamtleitung von Ralf Bibiella ein Musikprogramm etabliert, das Maßstäbe setzt.
Als Organist gastierte Ralf Bibiella an herausragenden Orgeln in ganz Deutschland und im europäischen Ausland (u.a. Frankreich, Spanien, Schweiz, Schweden). Neben der Vorliebe für das romantische und sinfonische Orgelrepertoire ist Orgelmusik von J.S. Bach und Messiaen fortlaufende Anregung. Bearbeitungen sinfonischer Orchesterwerke (zuletzt die 9. Sinfonie von Gustav Mahler) für Orgelduo zusammen mit seiner Ehefrau bilden einen weiteren Schwerpunkt seiner organistischen Tätigkeit.
Die Vermittlung der geistigen und seelischen Dimension von Musik und Glaubenserfahrung ist dabei zentrales Anliegen: Musik als Sprache, die über die Grenzen des Irdischen und Materiellen hinträgt zur Sphäre des Göttlichen.

ZUSATZKONZERT

Am Donnerstag, 30. August kommt der Mädchenchor aus Le Pecq bei Paris in die Stadtpfarrkirche St. Martin und singt um 20 Uhr ein Konzert mit Kompositionen von Johannes Brahms und einigen skandinavischen Komponisten. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

NEU: Jahresprogramm 2018

Das gedruckte Fassung des Jahresprogramms mit allen Konzerten und Gottesdiensten ist erschienen. Sie können den Flyer > hier herunterladen.