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21. April 2012: OLIVIER LATRY

OLIVIER LATRY (PARIS)

Internationaler Orgelsommer 2012

Der gefeierte Titularorganist der Kathedrale Notre-Dame in Paris spielt unter anderem die „Petit Rhapsodie improvisée„ von Charles Tournemire, „L‘Ascension„ von Olivier Messiaen sowie eine eigene Improvisation.

Der Künstler

Olivier Latry
Olivier Latry

Olivier LATRY, 1962 in Boulogne-sur-Mer geboren, gilt heute als einer der bemerkenswertesten Konzertorganisten seiner Generation. Er studierte in der Klasse von Gaston LITAIZE am Conservatoire von Saint-Maur und der Ecriture-Klasse von Jean-Claude RAYNAUD am Conservatoire de Paris.
1985 wurde er im Alter von 23 Jahren als einer der Nachfolger von Pierre COCHEREAU, zusammen mit Philippe LEFEBVRE und Jean-Pierre LEGUAY, zum Titularorganisten an der Kathedrale Notre-Dame in Paris berufen und folgte 1990 seinem Lehrer Gaston LITAIZE als Professor am Conservatoire de Saint-Maur. Seit 1995 ist Olivier LATRY, mit seinem Kollegen Michel BOUVARD, Nachfolger Michel CHAPUIS als Professor für Orgel am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris.
Als Konzertorganist führte ihn seine Karriere in mehr als 50 Länder der Erde. Als Botschafter der französischen Musik des 17. bis 20. Jahrhunderts widmet sich Olivier LATRY auch der großen französischen Tradition der Improvisation und zählt in dieser Disziplin zu den herausragendsten Persönlichkeiten unserer Tage. Als Interpret der Musik des 20./21. Jahrhunderts hat er zahlreiche Werke von Xavier DARASSE, Claude BALLIF, Thierry PECOUT, Vincent PAULET, Thierry ESCAICH und Jean-Louis FLORENTZ uraufgeführt und für die Deutsche Grammophon das Orgel-Gesamtwerk Olivier MESSIAENS in Notre-Dame eingespielt.
Seine zahlreichen CD-Einspielungen mit Werken von BACH, MOZART, SCHUMANN, WIDOR, VIERNE, DURUFLE, u.a. wurden von der internationalen Kritik mit höchstem Lob bedacht. In den letzten Jahren namm er eince CD mit Orgelbearbeitungen auf:“Midnight at Notre-Dame“(DGG), eine Franck – Monographie (“In spiritum“ – DGG), das Konzert von Poulenc und die Toccata Festival von Barber zusammen mit dem Orchester von Philadelphia (Ondine) sowie die Symphonie concertante von Jongen mit dem Orchester von Lüttich (Cyprès).
Als besondere Ehrung seines Wirkens für die Orgel wurde Olivier LATRY im Jahr 2000 der Preis der Stiftung Cino et Simone del Duca im Institut de France verliehen. Außerdem wurde ihm in Großbritannien 2006 ein “Fellowship Honoris Causa“ der “North and Midlands School of Music“ und 2007 die Ehrendoktorwürde vom “Royal College of Organists“ zugesprochen.